Kraniomandibuläre Dysfunktion (Craniomandibuläre Dysfunktion, CMD) ist ein Überbegriff für strukturelle, funktionelle, biochemische und psychische Fehlregulationen der Muskel- oder Kiefergelenkfunktion. Diese Fehlregulationen können schmerzhaft sein, müssen es aber nicht. Im engeren Sinne handelt es sich dabei um Schmerzen der Kaumuskulatur („myofaszialer Schmerz“), Verlagerungen der Knorpelscheibe im Kiefergelenk („Diskusverlagerung“) und entzündliche oder degenerative Veränderungen des Kiefergelenks („Arthralgie,  Arthritis, Arthrose“).                                                                                                                                                                                                                   - weitere Informationen bei "Wikipedia" - 

Videos dazu:

http://www.youtube.com/watch?v=c90w-qYVMVE(Priv.-Doz. Dr. M. Oliver Ahlers)

http://www.youtube.com/watch?v=f7VoxcjfHk8&feature=related (Unif.-Prof.DDr. Wolfgang Sperr)                                   

  

Symptome von Funktionsstörungen im Kausystem

GESICHTS- UND KIEFERSCHMERZEN

Unabhängig von der Genese ist chronischer Gesichtsschmerz fast immer mit einer Dysfunktion im Bereich der Kiefergelenke oder einer Dysfunktion der Okklusion (der Zähne) verbunden. Abhängig vom Stadium der Chronifizierung kann auch eine zusätzliche Dysfunktion im craniocervikalen System (CCS) oder im craniosakralen System (CSS) vorliegen. Dysfunktionen in diesen Systemen kann chronischen Gesichtsschmerz verursachen oder aufrecht erhalten. Umgekehrt kann chronischer Gesichtsschmerz zu funktionellen Störungen führen, die chronischer Natur sind. In vielen Fällen muss Manualmedizin mit zahnärztlichen und kieferorthopädischen Maßnahmen kombiniert werden. 

KNACKEN, REIBEGERÄUSCH UND SCHMERZEN IM UND UM DAS KIEFERGELENK

Das Kiefergelenk, als kleinstes Gelenk in unserem Körper ist nicht nur für die Statik des Kopfes                     verantwortlich, sondern ist auch in die allgemeine Statik des Körpers miteingebunden. Verändert sich in  diesem Gelenk nur ein Teil des empfindlichen Gefüges, kommt das ganze System aus dem Lot und kann überall im menschlichen Körper zu den verschiedenartigsten kleinen und großen Störungen führen. Kiefergelenkgeräusche kommen häufig beim Kauen oder Öffnen des Mundes vor. Sie sind ein Zeichen für Subluxationen, d.h. für eine nicht vollständige Verrenkung des Kiefergelenks, wobei das Gelenk- köpfchen weit aus der Gelenkpfanne heraus tritt.

SCHMERZEN IM OBEREN RÜCKEN UND SCHMERZHAFTE BEWEGUNGSEINSCHRÄNKUNGEN

Nicht immer liegt die Ursache von Rückenschmerzen im Rücken selbst. Was wenige wissen: Auch Fehlfunktionen von Kiefergelenken und Zähnen können dahinter stecken. Diese können nach einer gewissen Zeit Beschwerden wie Nackensteifigkeit, Schmerzen im Nacken, den Schultern oder dem gesamten Rücken, Taubheitsgefühl in Armen oder Beinen und Gelenkschmerzen auslösen. Betroffen können Menschen in jedem Alter sein.

FALSCHER BISS

Eine falsche Bisslage, oftmals Ursache von vielen chronischen Schmerzen. Schließen Ober- und Unterkiefer nicht richtig aufeinander, kann es zu massiven Störungen und Schmerzen kommen. Aufgrund der Vernetzung der Kopf- und Kaumuskeln mit der Wirbelsäulenmuskulatur hat eine Kieferfehlstellung über den Kopf hinaus Auswirkungen auf den ganzen Körper. Patienten mit unklarer Bisslage leiden oft schon jahrelang unter den vielfältigen CMD-Symptomen.

SCHWINDEL AUS SICHT DER GANZHEITLICHEN ZAHNMEDIZIN

Schwindel, einen flaues Gefühl, Verlust des Gleichgewichtes oder Hörstürze müssen nicht immer mit einem niedrigen Blutdruck einhergehen. Erst, wenn der menschliche Körper als eine Einheit betrachtet wird (Ganzheitlichen Zahnmedizin), kommt man vielen Symptomen auf die Schliche, für die bisher keine Ursache gefunden wurde. Bei Schwindel und Gleichgewichtsstörungen ist oft eine Rückverlagerung des Unterkiefers die Ursache. Die Fehlstellung des Unterkiefers (CMD) kann entstehen, wenn Ober- und Unterkiefer nicht mehr korrekt zueinander stehen -  hervorgerufen durch einseitiges Kauen, Verlust der richtigen Bisshöhe nach Zahnentfernungen oder Abrieb von Zahnprothesen. Ein Rückbiss ist somit die Folge von einem gestörten Miteinander der Zähne, Kiefergelenken und Kiefermuskulatur und verändert   die Kopfvorhaltung und die Position der Halswirbelsäule. Er kann Ohrenschmerzen, Schwindel und Gleichgewichtsstörungen hervorrufen.

EINGESCHRÄNKTE MUNDÖFFNUNG

Als Ankylostoma wird ein Zustand bezeichnet, in dem sich der Kiefer nicht mehr bis zur normalen maximalen Mundöffnung öffnen lässt. Die Mundöffnung ist eingeschränkt, was auch als Kieferklemme bezeichnet wird. Ein Ankylostoma kann drei verschiedene Ursachen haben. Myogene (muskulär bedingte) als auch arthrogene (gelenkbedingte) und neurogene (durch Nerven bedingte) Faktoren können eine Kieferklemme verursachen. Schon diese geringe Mundöffnung ist äußerst schmerzhaft. Die Kaumuskulatur (Masseter) ist stark verspannt. Es finden sich Krepitationsgeräusche und initiales Knacken im Kiefergelenk. Es ist nur unter großer Anstrengung und Schmerzen möglich.

TINNITUS UND OHRENSCHMERZEN

Da die Kiefergelenke eng mit den Ohren verbunden sind, wird angenommen, dass Ohrgeräusche durch eine verminderte Sauerstoffversorgung hervorgerufen werden können. Auch können Ohrgeräusche die Folge von Verspannungen im Nacken oder von bestimmten Kopfhaltungen sein.

GELENKENTZÜNDUNGEN

Bei einer Arthritis kommt es zu schmerzhaften Entzündungsprozessen im Kiefergelenk. Arthritis wird durch Abnutzungserscheinungen oder Rheumaerkrankungen hervorgerufen. Möglich, aber seltene: Fehlfunktionen der Kiefergelenkbandscheiben

Eine Arthrose der Kiefergelenke kann durch lang andauernde Belastungen verursacht werden. Als Folge dessen können im Bereich der Gelenke Schmerzen auftreten und es kann zudem zu Entzündungen der Gelenkkapsel kommen. Diese wiederum können dafür verantwortlich sein, dass sich in den Gelenkspalten Verklebungen bilden, wodurch die Beweglichkeit des Gelenks stark eingeschränkt wird.

 

 

Kieferklemme und Diskusverlagerungen

 

Bedeutung, Entstehung und Therapie der Kieferklemme

   

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http://de.wikipedia.org/wiki/Kieferklemme

 

http://www.medeco.de/index.php?id=294

 

 

 

Bedeutung, Entstehung und Therapie der Diskusverlagerungen

 

 http://edoc.hu-berlin.de/habilitationen/peroz-ingrid-2004-03-18/HTML/chapter1.html