Ein Teil meiner mir empfohlenen, durchgeführten Therapiemaßnahmen

 

Therapiemaßnahmen

TENS, Manualtherapie, Physiotherapie, Massagen, Chirotherapie, Osteopathie, Wärmebehandlung, Aufbissschienen, Schuheinlagen, Rotlicht, stabilisierender Schaumstoffkragen, Arthroskopie an beiden Kiefergelenken, Arthroplastik am linken Kiefergelenk, Schmerztherapie, Akupunktur, Bewältigungstherapie, Medizinische Rehabilitation

Medikamentöse Therapien

Mydocalm - Tetrazepam - Indometacin - Betahistin - Isocillin 1,2 Mega - Katadolon - Ibuprofen 800 Voltaren - Trimipramin - Novaminsulfon - Tramagit - Arcoxia - Bisobeta - Omeprazol

   

                          

Die Symptome einer CMD können sehr vielfältig und natürlich auch unterschiedlich ausgeprägt sein. Was möglicherweise zusätzlich neben einer zahnärztlichen Therapie helfen kann, um Schmerzzustände einer dekompensierten CMD abzumildern, trage ich anhand eigener Erfahrung vor, die ich im laufenden Krankheitsverlauf festgestellt habe.

Angesichts dessen, dass sich bei mir, der Unterkieferbereich und der obere Halswirbelsäulenabschnitt, sowie die Kopfgelenkfunktion derart gegenseitig beeinflussen und sich die Schmerzausstrahlung zudem absteigend – also von oben nach unten – verhält, finden sich deswegen überwiegend „Selbsthilfeoptionen“ für den oberen Körperabschnitt.

Dazu möchte ich noch hinzufügen, dass die Anwendungen bei jedem anders wahrgenommen und hilfreich empfunden werden.

Gerade bei einer akuten Schmerzsituation im Nacken, hilft mir entspanntes Liegen in Rückenlage. Das entlastet die Halswirbelsäule zwar nur kurzfristig, aber immerhin. Dazu empfehle ich ein Kissen aus Memory Schaum. Außerdem ist mir ein Kissen aus diesem körperanpassenden Material auch nachts eine besondere Erleichterung, sowie bei lagebedingter Schmerzverschlimmerung. Meiner Meinung nach, ist die Druckbelastung auf die Gelenke und Muskulatur geringer und wirkt sich deswegen schmerzdämpfend aus. Unabhängig davon, obgleich im Kieferbereich, oberer Rücken oder der Hals- und Rumpfmuskulatur.

Bei der Nahrungsaufnahme, achte ich immer auf weiche Grundnahrungsmittel. Jeder beschwerliche Kau-akt, manchmal kann auch der Sprechakt, kann unter Umständen zur Verschlimmerung beitragen. Merklich sind es Beschwerden im Kiefergelenk mit Ausstrahlung in den Gesichtsbereich. Außerdem kann es sein, dass der sonst normale Schluckakt nicht mehr optimal funktioniert. An größeren Lebensmittelstücken kann man sich daher erheblich verschlucken, im schlimmsten Fall, kann das zu Luftnot führen. Also prinzipiell am besten nichts essen was knusprig, zäh oder von harter größerer Konsistenz ist. Kaubewegungen vermehrter Anstrengung, wirken sich erfahrungsgemäß negativ auf die umliegende fehlbelastende Muskulatur aus. Also hier mein Ratschlag, konsequent auf die nötige Nahrungsmittelein- bzw. Umstellung achtgeben.

Beim täglich auftretenden Gähnen, insbesondere bei bestehenden schmerzhaften Mundöffnungs-einschränkungen, Obacht geben, dass durch Mundöffnung die Kiefergelenkfunktion nicht noch mehr belastet wird und dadurch möglicherweise schmerzhafte Entzündungsschübe im Gelenk verursacht werden. Gähnen mit fast geschlossen Mund, ist mit etwas Übung machbar. Es kann aber trotz aller Vorsicht durch reflexartige Mundöffnungs- und Seitwärtsbewegung des Unterkiefers zu unbeeinflussbaren Reizungen im Gelenkbereich kommen.

Zumindest sportlich leichte Betätigungen, sollen bekanntlich bei den meisten Erkrankungen, insbesondere bei Schmerzzuständen des Bewegungsapparates, trotz alledem, stattfinden. Dem stimme ich natürlich zu, allerdings ist die Betonung auf „leichte Betätigungen“ gerichtet. Daher sollte man möglichst behutsam an sportliche Aktivitäten rangehen. Leichtere Bewegungsarten wie z.B. Qigong, kurze Spaziergänge oder Leibesübungen mit vergleichbarem Niveau würden sich eventuell anbieten. Gelenkschonender Schwimmsport, wäre beispielsweise auch eine Alternative.

Wegen der möglichen Mitbeteiligung der gesamten Wirbelsäule im Bereich der CMD-Problematik, sollte meiner Meinung nach, auch auf das Schuhwerk ein Augenmerk gelegt werden. Auf einen angenehmen Tragekomfort beim Auftritt des Fußes, sollte man achten, dies kann hilfreich sein.

Ein warmer angefeuchteter Waschlappen, den du für etwa zehn Minuten auf dein Gesicht platzierst um die verspannte Gesichtsmuskulatur zu beruhigen, kann ebenfalls Gesichtsschmerzen reduzieren.

Insgesamt sollten zudem Entspannungsübungen genutzt und Stresssituationen gemieden werden. Wie hilfreich diese Therapieformen für jeden Einzelnen sein können, muss freilich allseits individuell ausgetestet werden.

Einen ergänzenden kompetenten Physiotherapeuten zu haben, ist meiner Meinung nach „Gold wert“. Hier kann wirklich einiges getan werden, um die Schmerzen, zumindest im Nacken und Rückenbereich erträglicher werden zu lassen. Wenn dieser, eingehende Fortbildungen in dem Bereich des Craniomandibulären Systems nicht vorweisen kann, muss das nichts heißen, denn wenn der Therapeut sich aufgeschlossen der Beschwerdesituation zuwendet und individuell sein Behandlungsprogramm danach ausrichtet, können sich durchaus leichte Linderungen der Schmerz Symptomatik zeigen oder Verbesserung bei der Mobilität ergeben. Für die unterschiedlich ausgerichteten Massagen, Dehntechniken und auch andere physiotherapeutische Methoden, bin ich persönlich sehr dankbar. Ein hilfsbereiter Therapeut zeigt dir bestenfalls, Übungen oder Anwendungen, die du zu Hause anwenden kannst. Ich hatte allerdings schon Therapeuten aufgesucht, denen der Zusammenhang von Halswirbelsäule und Kiefergelenk völlig fremd war. In einem solchen Fall, ist es dann gewiss angebracht sich qualifiziertere Hilfe zu suchen.

Ich wünsche allen Betroffenen möglichst mehrere, brauchbare und anwendbare Therapieoptionen für Zuhause, die den Alltag erleichtern und erträglicher machen.

Herzlichst Sabine